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Hengstverteilungsplan

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Pferde | Stuten | Stutenstämme

Stutenstämme

Familien Systematik

Die Trakehner Zucht würdigt die Bedeutung und Herkunft der mütterlichen Abstammung mit dem traditionellen Ritual, dass der Name des Pferdes mit dem Anfangsbuchstaben des Mutternamens beginnen soll. Das war auch in Trakehnen und Ostpreußen schon so. Das Schicksal dieser Namensgebung teilen die Trakehner nur noch mit den Vollblütern und Arabern, die ebenfalls besonderen Wert legen auf den Stutenstamm als hochgeachtete Quelle von Geist und Körper. Eine Familie besteht aus mindestens drei Zuchtpferden, die in direkter verwandtschaftlicher Beziehung stehen.

Hinsichtlich der Systematisierung der Stutenfamilien wird ab 1998 der Bobinski-Index verwendet. Diese Methode hat sich bereits in der englischen Vollblutzucht bewährt und so, dass innerhalb der Trakehner Zucht zwischen Stammstute, Gründerstute und Linienbegründerin unterschieden wird. Bei der Stammstute handelt es sich um die älteste, also erste, namentlich bekannte und in den Zuchtbüchern nachgewiesene Stute des entsprechenden Stammes. Die Gründerstute ist eine Nachfahrin der Stammstute aus gleicher Familie, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine eigene Familiendynastie begründete. Innerhalb dieser Familiendynastie gibt es die sogenannten Linienbegründerinnen, die aufgrund einer herausragenden und charakteristischen Vererbung wiederum einen eigenen Familienzweig entwickelten.

Familien Systematik

Aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Stammstuten war es notwendig, die Stutenfamilien in fünf Gruppen zu unterteilen:

Trakehner Familien (T-Familien)
Ostpreußische Familie (O-Familien)
Sonstige Familien (S-Familien)
Englische Vollblut-Familien (E-Familien)
Arabische Familien (A-Familien)

Familienschlüssel

Aus der vorgegebenen Definition wurde analog zum Bobinski-Index für die Trakehner Zucht ein neuer Familienschlüssel aufgebaut. Dieser Familienschlüssel ist mehrteilig und setzt sich aus Buchstaben und Zahlen zusammen. Er hat den Vorteil, dass jederzeit neue Familien hinzugefügt werden können und dass mit diesem Schlüssel auch die Verwandschaftsbeziehungen der internationalen Trakehner Zucht berücksichtigt werden können.

Jeder Familienschlüssel beginnt mit einem Buchstaben. Die Buchstaben T (Trakehnen), O (Ostpreußen), S (Sonstige), E (Englische Vollblüter) und A (Araber) geben Auskunft über die Familiengruppe und die Herkunft der Stammstute. Innerhalb dieser Buchstabengruppen sind die Stammstuten dem Alter nach geordnet, das heißt, die älteste nachgewiesene Stammstute jeder Buchstabengruppe erhält die Nummer 1 und dann die weiteren Stuten fortlaufend entsprechen ihres jünger werdenden Geburtsdatums. Am Beispiel der Ostpreußen-Familie (O-Familien) steht die 1894 geborene Stammstute Bertha mit dem Kürzel O18, weil sie innerhalb der aus Ostpreußen kommenden Stammstuten in der Jahrgangsreihenfolge an 18. Stelle steht. Definitionsgemäß hat jede Stammstute mindestens ein Gründerstute, oft sogar mehrer. Am Beispiel der aus dem Gestüt Dohna-Schlobitten stammenden Bertha sind es die Gründerstuten Rita, die über die Zucht von Andreas Igor-Meyhoeffer im Gestüt Hunnesrück Verbreitung fand, und die bekannte Familie der Bea des Fürsten zu Dohna-Schlobitten. Um die Altersreihenfolge wieder zu charakterisieren und weil Rita die ältere ist, erhält sie hinter dem O18 ein A, während Beas Kürzel O18B lautet.

Die Familie der Bea gehört zu den besonders weit verzweigten ostpreußischen Familien in Westdeutschland, so dass sie in mehrere Linienbegründerinnen unterteilt wurde. Die 1952 geborene Blitzlicht (O18B1), die über das Haus Baumgart in Verden besondere Verbreitung fand, die 1955 geborene Betty (O18B2) vom nicht mehr existierenden Gestüt Nottebohm in Imichenhain, die 1958 geborene Bellevue (O18B3) vom Stall Böttcher in Isernhagen und schließlich die 1959 geborenen Bambina (O18B4), die ebenfalls über die Zuchtstätte von Benno Baumgart in Verden Verbreitung fand.

Vielen Stuten wurde ein Züchter oder Besitzer, sowie eine Zuchtstätte oder ein Land zugeordnet. Meist behielten die Stuten ihren bereits an sie vergebenen Zusatz. In einzelnen Fällen wurde dieser durch weitere Angaben ergänzt, wie zum Beispiel „Mack-Althof Ragnit“.